14.06.2011

Ende der Atomkraft? Ein voller Erfolg für die Grünen?

Veranstaltung zum Atomausstieg mit Jo Schroers

„Ende der Atomkraft? Ein voller Erfolg für die Grünen?“ Unter diesem Titel diskutiert Jo Schroers am Donnerstag, dem 16. Juni um 20 Uhr im Gasthof Seiling mit allen Interessierten über den schwarz-gelben Atomausstieg. Jo Schroers ist dritter Vorsitzender und Kassierer des grünen Landesverbandes, der Ausstieg aus der Atomkraft ist eines seiner politischen Hauptziele.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die an dem Thema interessiert sind und ist die erste von zwei Diskussionsrunden, in denen der grüne Ortsverband seine Position zu dem von der Bundesregierung vorgelegten Ausstiegsszenario finden will. Am 21. Juni soll diese Position in einer öffentlichen Mitgliederversammlung festgelegt werden (21. Juni, 20.15, wilder Mann) und , falls dies erforderlich wird, in einem oder mehreren Anträgen für die Bundesdelegiertenkonferenz am 25. Juni münden, in der festgelegt werden soll, ob die grüne Bundestagsfraktion dem Ausstieg in der Form zustimmt oder nicht.

Atomausstieg klingt erst mal gut, hat in der von der Bundesregierung vorgelegten Form aber mehrere Pferdefüße:

 

  • Der endgültig Ausstieg findet erst 2022 statt, während die Grünen nach einem Antrag aus Telgte auf der Sitzung des Bundesparteirates am 19.3. die Forderung eines Ausstiegs innerhalb von fünf Jahren aufgestellt haben.

  • Der logistische Teil der Atomindustrie ist vom Ausstieg überhaupt nicht betroffen, so zu Beispiel die Urananreicherungsanlage in Gronau. Während also die deutschen Atomkraftwerke stillgelegt werden, darf die Urenco in Gronau weiter angereichertes Uran für ausländische Kraftwerke und Atommüll produzieren.

  • Theoretisch bereits stillgelegte Atomkraftwerke sollen als „Kaltreserve“ für eine Übergangszeit weiter betrieben werden. Dummerweise kann ein Atomkraftwerk aber nicht ein- und ausgeschaltet werden wie ein Badezimmerradio. Die Kraftwerke bleiben also weiter im Betrieb und dass die Atommafia dies weidlich ausnutzen wird, kann man sich an drei Fingern abzählen. Ein Hintertürchen von der Größe eines Scheunentores.

Wer also einen bundespolitischen Stein ins rollen bringen will, sollte an beiden Veranstaltungen teilnehmen.

 

  • Donnerstag, 16. Juni, 20.00 Uhr, Gasthof Seiling

  • Dienstag, 21. Juni, 20.15, Im wilden Mann

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