22.02.2015

Leben in der Schwebe

Über die Situation und die Hintergründe von Flüchtlingen und die Arbeit von Zib informierten sich die Grünen in einer Gesprächsrunde mit Beteiligten und Interessierten. Beeindruckend waren besonders die
Schicksale der Asylbewerber, die die Gründe für ihre Flucht, ihre Wege bis nach Telgte und die Unsicherheit darstellten, mit der sie teils Jahre zurecht kommen müssen. „Ich habe im Moment kein Leben“,
endete die Schilderung eines Asylbewerbers, der in seinem Herkunftsland ein gut gehendes Geschäft betrieben hatte, bis er für eine Oppositionspartei kandidierte und das Land unter Lebensgefahr verlassen musste. Seit einigen Wochen habe er wenigstens wieder telefonischen Kontakt zu seiner Frau und wisse nun, dass seine Familie noch lebe. Einen Einblick in ihre konkrete Arbeit gaben ehrenamtliche MitarbeiterInnen von Zib, die die Verbesserung der Situationen, Hilfe beim Umgang mit den Ämtern, bei der Arbeitssuche und Sprachunterricht umfasst. Uwe Werdermann (Zib) erläuterte den Ablauf von Asylverfahren und die Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Arbeit. Er appellierte abschließend an die Betriebe in Telgte, geeignete freie Stellen auch bei Zib zu melden. Reinhild Spitz, die den Abend moderierte, bedankte sich bei Zib für den Abend: „Wichtiger als Statistiken ist immer der Blick auf die Menschen“.

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