Fraktion der Grünen bezieht Position zur Standortsuche für die Unterbringung Geflüchteter

Aufgrund der aktuellen Situation um die Unterbringung geflüchteter Menschen weist die Grüne Fraktion auf die humanitären und rechtlichen Verpflichtungen der Stadt und der Bürgerinnen und Bürger hin. 

Fraktionssprecherin Sabine Grohnert mahnt vor allem Sachlichkeit in der Diskussion an: „Wir alle wissen um die schreckliche Situation in der Ukraine und vielen anderen Ländern und auch, dass die Stadt kaum mehr Möglichkeiten zur dezentralen Unterbringung von geflüchteten Menschen hat. Wir müssen und wir wollen unseren Verpflichtungen nachkommen. Wenn wir das als gemeinsame Ausgangsposition annehmen, müssen wir alle möglichen Standorte in Betracht ziehen und die am besten Geeigneten ausmachen - und hier wird sicher mehr als eine Fläche gebraucht. Diese sollten wir gemeinsam mit den Anwohner*innen so gestalten, dass ein gutes Miteinander möglich ist. Wir wollen uns hinterher gegenseitig mit Achtung in die Augen schauen können.“, so Grohnert. 

Deutlich kritisieren die Grünen, dass die Diskussion mitunter den akzeptablen Bereich verlässt und sie fordern alle auf, klar Position für einen menschenwürdigen Umgang miteinander und konstruktive Lösungen zu beziehen. „Wenn wir uns spalten lassen, dann spielen wir auch Vladimir Putin in die Hände, der mit seinem Krieg gegen die Bevölkerung der Ukraine versucht, genau dieses Ziel durch Fluchtbewegungen zu erreichen“, so Peter Spieker. „Nach dem 2. Weltkrieg ist Telgtes Bevölkerung durch Vertriebene sprunghaft um 3.000 Einwohnerinnen und Einwohner gestiegen. Das war nicht vorübergehend, sondern dauerhaft und Telgte hat das ausgehalten. Das hat unsere Stadt bereichert und in Telgte leben jetzt viele Menschen, die diese Zeit selbst erlebt haben sowie ihre Nachfahren sind.“ 

https://www.telgte.de/portal/meldungen/standort-einener-strasse-ist-eine-option-unter-mehreren-900000291-26900.html