Grüne Fraktion fordert entlastende Bedingungen für Kinder und Jugendliche

13.03.22

„Wir haben uns als Fraktion erneut intensiv mit den Folgen für Kinder und Jugendliche durch die
Corona-Pandemie beschäftigt. Wir wünschen dieser Altersgruppe schnellstmöglich und vorrangig die
Rückkehr zu einem normalen Alltag", so Ratsmitglied Rebecca White.
Die Grüne Fraktion in Telgte befürwortet unter anderem die schrittweise Abschaffung anlassloser
Testungen bei symptomfreien Minderjährigen und konkrete Planungen für das Ende der Maskenpflicht
bei Minderjährigen. Eine Unterscheidung von geimpften und ungeimpften Kindern und Jugendlichen
sollte es in Kita, Schule und Freizeit genauso wenig geben wie bei den Quarantäne-Regelungen. „Was
Familien jetzt brauchen, sind niederschwellige und professionelle Unterstützungsangebote. Außerdem
muss es den Schulen jetzt ausdrücklich erlaubt sein, statt Leistungsorientierung, Zeit zu haben für
gemeinschaftliche Aktivitäten wie Klassenfahrten, Ausflüge", so Fraktionssprecherin Sabine Grohnert.
Nach zwei Jahren Pandemie wird aus Sicht der Fraktion immer deutlicher, dass die größten Schäden,
die diese Altersgruppe davonträgt, vor allem durch die einschränkenden Maßnahmen, die Reduktion
von Sozialkontakten und einen belastenden Alltag, häufig mit Quarantäneerfahrungen hervorgerufen
werden. Eine schwere Erkrankung durch die Infektion ist hingegen äußerst selten. Der aktuellen
COPSY Studie zufolge weisen fast ein Drittel aller Kinder – das sind zehn Prozent mehr als vor der
Pandemie – psychische Auffälligkeiten auf. Es sind besonders die Kinder betroffen, die ohnehin schon
benachteiligt ist.
Es sei jetzt wichtig, dass verstärkt auf die Verhältnismäßigkeit von Einschränkungen für Kinder und
Jugendliche im Vergleich zu Erwachsenen geachtet werde. „Auch Kinder- und Jugendärzte betonen,
dass diese Altersgruppe in Bezug auf eine Covid-19-Erkrankung weniger gefährdet ist als Ältere.
Dementsprechend sollten sie auch weniger in ihrem Alltag beeinträchtigt werden“, so White. Um Ängste
zu nehmen, sei eine differenzierte Kommunikation in Bezug auf die Gefährdung von Kindern und
Jugendlichen im Vergleich zu Erwachsenen notwendig.

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